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Berlin: Stolperfalle Radweg! DAS „sollte es nirgendwo geben“

Was für die Berliner Radfahrer eine tolle Verbesserung ist, stellt für die Fußgänger in der Revaler Straße eine echte Stolperfalle da.

Berlin
u00a9 Felix Grimm

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

In Berlin-Friedrichshain hat der Bezirk an der Revaler Straße einen neuen Radweg angelegt. Um die Radfahrer in dieser belebten Ecke besser vor dem Verkehr zu schützen, hat man sich eine besonders nachhaltigen Schutz ausgedacht.

Woran man bei der Planung allerdings nur bedingt gedacht hat, ist der Schutz der Fußgänger, die dort an der gleichen Stelle die Ampel überqueren. Der Schutz des Radweges wurde so zur nervigen Stolperfalle. BELRIN LIVE hat beim Bezirk nachgehakt, ob das wirklich so bleiben soll.

Berliner Verband kritisiert diese Radweg-Stolperfalle

An der Kreuzung Warschauer Straße/Ecke Revaler Straße laufen tags wie nachts hunderte, wenn nicht sogar tausende Menschen lang. Denn das RAW-Gelände beginnt genau an dieser Ecke und die Simon-Dach-Straße ist auch nur einen Steinwurf entfernt. Um so heftiger ist es für die Fußgänger, die hier die Straße überqueren wollen und vielleicht nicht immer auf den Boden gucken. Denn dort lauert eine echte Stolperfalle!

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Zum Schutz der Radfahrer hatte der Bezirk beim Anlegen des neuen Radweges Protektionselemente zwischen Radweg und Autofahrbahn gebaut. Diese sind aber so hoch, dass man als unachtsamer Fußgänger schon mal ins Stolpern geraten kann. Für Roland Stimpel vom Berliner Verein „FUSS e.V.“ ein absolutes Unding!

„Stolpergefahr sollte es nirgendwo geben“

„Die Füße sind die meistgenutzten Verkehrsmittel – wer plant, sollte das immer mit bedenken. Zumal zu Fuß viele ältere, sehbehindernde und blinde Menschen und Rollstuhlnutzer unterwegs sind, die es besonders schwer haben“, so Stimpel gegenüber BERLIN LIVE.

„Sie können solche Schwellen nicht erkennen und oft nicht überwinden. Stolpergefahr beim Gehen sollte es nirgendwo geben. Wo Menschen zu Fuß über die Fahrbahn gehen, sind gut sichtbare Poller besser, die ausreichend breite Lücken lassen“, so Stimpel.

Bezirksamt gelobt Besserung

Auf Anfrage von BERLIN LIVE bestätigte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Probleme: „Aufgrund der Beschwerden haben wir kurzfristig nachgesteuert.“


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„Das Element direkt an der Ampel soll noch rot-weiß markiert werden. Jedes Element enthält zwei reflektierende Glaskugeln. Zur besseren Sichtbarkeit sind die Betonelemente weiß ausgeführt – jeweils das erste Element in Fahrtrichtung einer Reihe in rot-weiß mit einem rot-weißen, flexiblen Poller.“ Diese optischen Hilfen werden auch dringend notwendig sein, damit hier in Zukunft die Fußgänger etwas sicherer unterwegs sind.