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BVG bald mit DIESER Neuerung? Einigen Autofahrern wird sie nicht gefallen

Besonders im Westen Berlins ist die BVG mit vielen Bussen unterwegs. Doch die haben immer wieder Pünktlichkeitsprobleme. Kann diese Maßnahme wirken?

BVG Berlin
© IMAGO/Emmanuele Contini

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Im Westen von Berlin wurde die Straßenbahn vor mehr als 50 Jahren stillgelegt. Nur langsam erobert die Tram diesen Teil der Stadt zurück, so wie kürzlich in Moabit. Daher sind im Westen viel mehr Busse der BVG unterwegs als im Osten. Doch auf beiden Seiten der Stadt teilen sie ein Problem: zugeparkte Busspuren.

Eine Herausforderung an denen sich schon einige Berliner Regierungen und Bezirke die Zähne ausgebissen haben. Doch der Senat hat nun die Augen auf ein Projekt im hessischen Wiesbaden geworfen. Falschparkenden Autofahrern dürfte das so gar nicht gefallen.

BVG und Senat schauen nach Wiesbaden

Denn in der hessischen Landeshauptstadt setzt das Nahverkehrsunternehmen ESWE Frontkameras in Linienbussen ein, um Falschparker auf Bus- oder Umweltspuren zu dokumentieren. Der Berliner Abgeordnete Kristian Ronneburg (Linke) wollte nun vom Berliner Senat wissen, wie man zu diesem Projekt stehe. Die Antwort in Kurzfassung: durchaus aufgeschlossen!


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Britta Behrendt, Staatssekretärin in der Verkehrsverwaltung, erklärte: „Nach Auskunft der BVG hat sich die BVG mit dem Vorhaben bereits befasst.“ Aus rein technischer Sicht sei das Projekt auch umsetzbar. Doch es gebe mehrere Probleme, die noch zu lösen seien. So müsste die BVG ungefähr 1.500 Fahrzeuge ausstatten, was mit einem extremen Kostenaufwand verbunden wäre.

Senat: Nicht nur Abschleppen wirkt

Zudem würde nach Ansicht des Senats nur dann ein direkter Effekt erzielt, wenn umgehend abgeschleppt würde. Doch bei der erheblichen Menge der erwarteten Meldungen könne es nicht automatisch zur Bestellung eines Abschleppfahrzeuges kommen. Auch, weil nicht klar sei, ob es sich um eine langfristige oder kurzzeitige Behinderung handle.


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Klingt nach viel Klärungsbedarf. Dennoch erklärte Behrendt, dass der Senat dem Einsatz „grundsätzlich positiv“ gegenüberstehe und das Projekt in Wiesbaden „mit großem Interesse“ beobachte. Entsprechend präsentierte sie einen Mittelweg: So müssten aus Sicht des Senats weder alle Busse mit Kameras ausgestattet, noch alle Sünder mit einer Abschleppung bestraft werden. Auch ein Bußgeld könnte auf Dauer „einen Anreiz zur Verhaltensänderung“ geben. Auch so lasse sich die Geschwindigkeit des Busverkehrs verstetigen. Frontkameras bei der BVG sind also alles andere als unrealistisch.

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