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Restaurants in Berlin: Kult-Café muss nach mehr als 70 Jahren schließen

Mit dem Kult-Café Berio in Berlin steht wieder ein beliebtes Restaurant vor dem Aus, Schon bald muss Inhaber Karsten Schork für immer die Türen schließen.

Restaurants in Berlin
© imago/Schöning

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Wieder hat es ein gastronomisches Highlight in Berlin getroffen. Nach über 70 Jahren muss das Schöneberger Kult-Café Berio für immer seine Türen schließen. Das Ende einer Ära, das erneut zeigt, wie schwierig die Situation für Gastronomen in der Hauptstadt ist.

Es ist nicht das erste Restaurant in jüngster Zeit, das schließen muss. Auch das Litehouse in Lichterfelde und die Stadtklause in Kreuzberg traf es in den vergangenen Wochen.

Restaurants in Berlin: Darum muss das Berio schließen

Die wieder angehobene Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn und hohe Mieten machen es den Betreibern von gastronomischen Angeboten in Berlin nicht einfach. Immer höhere Kosten – für viele einfach nicht mehr tragbar. Mit trauriger Folge für die treuen Gäste: viele Kult-Restaurants machen dicht.

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Eine Entwicklung, in die sich jetzt wohl auch das Café Berio einreiht – gezwungenermaßen. Denn eigentlich hätte Inhaber Karsten Schork gerne weitergemacht, doch der Mietvertrag für die Räumlichkeiten in der Maaßenstraße 7 wird nicht verlängert. Schweren Herzens verkündet er daher bereits seinen Gästen: Wir schließen. Wahrscheinlich Ende August, Mitte September.

SIE alle kommen ins Berio

Für die Liebhaber von Kuchen, Torten und Co. ein wahrer Schock. Nicht nur in der queeren Szene ist das Café beliebt, sondern auch bei Touristen aus der ganzen Welt. Viele kommen ganz bewusst ins Berio nahe dem Nollendorfplatz. Seit seiner Eröffnung 1951 hat die Lokalität eine große Bekanntheit erlangt.

Bereits in wenigen Monaten werden die Gäste allerdings vor verschlossenen Türen stehen und rund 20 Mitarbeiter ihre Jobs los sein. Inhaber Karsten Schork kann all das noch nicht fassen. Im Gespräch mit „RBB24“ kämpft er mit den Tränen und erklärt: „Mein Leben hängt hier, wird schwer.“


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Auch wenn die Schließung des Berio unumgänglich scheint – Aufgeben kommt für Schork nicht infrage. Er kämpft weiter für sein Restaurant, das er bereits 1985, als er noch Student war, übernahm.

Ein kleiner Funke Hoffnung besteht also noch, dass das Berio dem Kiez eventuell doch erhalten bleibt.