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Freibad Berlin: Bäder ziehen erste Sicherheits-Bilanz – so fällt sie aus

Viel wurde Anfang Juli über die Sicherheit in Berliner Freibädern diskutiert. Nun sind weitere Maßnahmen angelaufen.

© IMAGO/Jürgen Held

Schwere Ausschreitungen in Berliner Freibädern sind keine Seltenheit mehr

Am Sonntag kam es im Prinzenbad in Kreuzberg zu einer Schlägerei zwischen einem 20-Jährigen und einem 17-Jährigen. Am gleichen Tag wurde das Columbiabad in Neukölln geräumt. Vor zwei Wochen kam es zu Prügeleien im Sommerbad Pankow. Nicht erst seit diesem Jahr kochen die Emotionen in Berlins Freibädern immer wieder hoch.

Es war das Aufreger-Thema des frühen Berliner Sommers. In den Freibädern kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendgruppen. Angestellte des Sommerbades Neukölln beklagten zudem Angriffe und Anfeindungen in einem Brandbrief.

Nachdem auch aus der Bundespolitik schärfere Maßnahmen gefordert wurden, führte man in den Freibädern Berlins Ausweiskontrollen ein. Außerdem wurden in einigen Bädern Überwachungskameras installiert. Die Berliner Bäderbetriebe sind von ihren Maßnahmen überzeugt.

Freibad Berlin: Bad musste geräumt werden

Klar ist: Es gibt Kritik an den Maßnahmen in den Berliner Freibädern. Die einen kritisieren die Maßnahmen als zu streng. Sie halten Ausweiskontrollen und Polizeipräsenz vor den Bädern für „äußerst bedenklich“, weil sie Tür und Tor für sogenanntes Racial Profiling öffnen würden – also die Kontrolle allein auf der Basis äußerer Merkmale. Andere monieren, dass es trotz dieser Maßnahmen trotzdem noch zu Ausschreitungen komme.

So ist es auch am Freitagabend geschehen. Da musste das Sommerbad Neukölln am Columbiadamm aufgrund von Rangeleien zwischen Jugendlichen schließen. Sie waren mit Sicherheitskräften in Streit geraten und und hatten den Wachtturm des Bademeisters besetzt.

Berliner Freibäder zufrieden mit Maßnahmen

Dennoch zog Bäder-Sprecher Matthias Oloew gegenüber dem RBB ein optimistisches Zwischenfazit. Die Erfahrungen mit den neuen Maßnahmen seien „generell positiv“, sagte er. ei der Ausweiskontrolle am Einlass werde zwar immer wieder nachgefragt, ob das sein müsse, bei der Videoüberwachung gebe hingegen es so gut wie keine Beschwerden.


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Inzwischen sind auch andere Maßnahmen gestartet. Denn in einzelnen Bädern soll auch mit Sportangeboten gegengesteuert werden. Im Kreuzberger Prinzenbad hat ein Pilotprojekt gestartet, bei dem am Rande der Liegewiese Tischtennis, Basketball, Federball und Fußball gespielt werden können.