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Berlin: Planungs-Panne ums Pergamon-Museum – verzögert sich die Eröffnung?

Das Berliner Pergamonmuseum wird über viele Jahre aufwendig saniert. Doch anders als erwartet, könnten die Arbeiten noch viel länger dauern.

© IMAGO/Emmanuele Contini

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Das Pergamonmuseum im Herzen von Berlin-Mitte ist eine kulturelle Institution. Seit Ende Oktober ist die Einrichtung wegen umfassender Sanierungsarbeiten für circa vier Jahre komplett geschlossen. Im Jahr 2037 soll das Museum dann wieder vollständig eröffnen.

Doch wie sich nun herausstellt, könnte alles ganz anders laufen. Aufgrund einer Panne bei der Planung kann es passieren, dass sich die Eröffnung verschiebt – um viele Jahre.

So ist der derzeitige Stand beim Berliner Pergamonmuseum

Schon seit 2013 wird das Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel saniert. Es ist ein Prozess, der viele Jahre in Anspruch nimmt, so viel war allen Beteiligten schon länger klar. Neu ist allerdings die Prognose, dass die Stätte womöglich erst im Jahr 2043 wieder im gesamten Umfang für Besucher zugänglich sein könnte. Das wäre sechs Jahre später als eigentlich angedacht.


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Wie der Spiegel berichtet, geht dies aus internen Unterlagen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hervor. Eine geplante Fußgängerzone ist eine der Ursachen, die die potentielle Verzögerung begünstigen. So plant der Bezirk Berlin-Mitte anscheinend, die über die Museumsinsel führende Bodestraße zu einer solchen Zone zu machen. Kommt es dazu, würde die Baustelle mit den Sanierungsarbeiten kollidieren, die auch über diese Straße laufen.

Stiftung versus Bezirk

Die Planer des Pergamonmuseum sehen daher die Gefahr, dass sich der Zeitplan allein dadurch um drei Jahre nach hinten verschieben könnte. Doch dazu wollen sie es nicht kommen lassen. Die Stiftungsverantwortlichen protestierten daher beim Bezirksamt, um den momentanen Zeitplan nicht zu gefährden.

Ein Sprecher des Bezirks erklärte auf Anfrage des Spiegels, dass sie „ganz sicher nichts tun [werden], das Bauzeitverlängerungen zur Folge hat“. Im Notfall will das Amt dem Sanierungsprojekt mit Ausnahmegenehmigungen helfen. Auch die Stiftung geht derzeit nicht davon aus, dass dieses Katastrophenszenario eintreten wird. Doch bleibt es für die Beteiligten wohl erforderlich, die neuesten Entwicklungen genau im Blick zu behalten.


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Finanziell gesehen, ist die Erneuerung des Pergamonmuseums jedoch ein Fass ohne Boden. Die einstmals geschätzten Kosten haben sich bereits vervierfacht, stehen derzeit bei 1,5 Milliarden Euro.