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Berlin: Kommen die Olympischen Spiele mit diesem Plan in die Hauptstadt?

Bereits mehrfach hat sich Berlin erfolglos darum bemüht, die Olympischen Spiele auszutragen. Kann es mit diesen Plänen klappen?

Berlin
© imago images/Gonzales Photo

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

In der Vergangenheit ist Berlin mehrfach an diesem Projekt gescheitert. Doch nun will der schwarz-rote Senat offenbar einen neuen Versuch wagen, die Olympischen Spiele in die Hauptstadt zu holen. 2036 oder spätestens 2040 soll es so weit sein.

Anders als in Hamburg und München, wo vor rund 10 Jahren zwei Olympia-Bewerbungen am Widerstand der Bevölkerung scheiterte, will man in Berlin auf Transparenz und Mitbestimmung setzen. Das erklärten zwei Sportfunktionäre gegenüber der „Berliner Morgenpost“.

So soll Berlin Olympia ausrichten

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB) und LSB-Direktor Friedhard Teuffel erklärten dem Blatt, dass sie auf Ideen aus der Gesellschaft zurückgreifen wollen. Zudem sollen es Spiele für Berlinerinnen und Berliner werden.

Eine Austragung in Berlin sei deshalb die richtige Wahl, weil es den Veranstaltern die Möglichkeit geben würde, wirklich nachhaltige Olympische Spiele zu veranstalten. Denn hier könne man auf zahleiche bestehende Sportstätten zurückgreifen. Das würde auch Kosten sparen.


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Ihr Plan: Es soll nicht nur stellenweise, sondern zu 100 Prozent auf bestehende Sportanlagen zurückgegriffen werden. Auch, wenn das bedeute, dass Berlin nur als Ankerstadt fungiere, während einige Wettbewerbe an anderen Standorten stattfinden. In Aachen könnten die Reitwettbewerbe ausgetragen werden, Wildwasserbahnen gebe es in Sachsen oder Bayern, gesegelt werden könnte in Kiel oder Warnemünde. Dass das geht, zeigen die Olympischen Spiele, die nächstes Jahr in Frankreich starten. Der Surfwettbewerb wird da nach Tahiti ausgelagert – ans andere Ende der Welt.

Olympia in Berlin als Chance

Einen weiteren Kritik-Punkt, der nach dem Vorstoß des schwarz-roten Senats kam, die Olympischen Spiele 2036 in Berlin ausrichten zu wollen, wollen die beiden Sportfunktionäre übrigens nicht gelten lassen. Denn die Spiele würden genau 100 Jahren nach den von den Nazis inszenierten Spielen stattfinden.


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Härtel ist aber sicher, dass dies ein guter Aufhänger wäre. Er sagte der „Morgenpost“: „100 Jahre nach den von den Nazis missbrauchten Spielen könnte Deutschland hier zeigen, wie es sich zum Positiven entwickelt hat.“ Eine Reihe von deutschen Sportfunktionären hat sich bereits recht ähnlich geäußert. Allerdings gab es auch zahlreiche Stimmen, die eine Bewerbung für dieses Jahr als unsensibel empfanden.