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Clans in Berlin: Darum stehen sich Arafat Abou-Chaker und Bushido jetzt auch in Brandenburg gegenüber

Zwischen Clan-Mitglied Arafat Abou-Chaker und Rapper Bushido sind die Wogen noch längst nicht geglättet. Jetzt begegnete sich das Duo erneut.

© Imago/ Dirk Sattler, Olaf Wagner, Rainer Unkel

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Arafat Abou-Chaker und sein einstiger Kumpel und Rapper Bushido gemeinsam vor dem Berliner Landgericht ist definitiv keine Neuheit mehr. Seit Jahren läuft der Prozess, bei dem unter anderem Delikte wie Freiheitsberaubung und versuchte schwere räuberische Erpressung im Raum stehen. Im Juli 2023 fand sogar schon der 100. Prozesstag statt.

Als wäre das noch nicht genug Justiz, stehen sich das Mitglied der Berliner Clan-Familie und der Musiker aber noch vor einem ganz anderen Gericht gegenüber – und zwar in Brandenburg. Dort steht allerdings ein ganz anderer Fall im Mittelpunkt.

Clans in Berlin: Abou-Chaker-Mitglied erneut vor Gericht

Genauer gesagt dreht sich vor dem Oberlandesgericht in Brandenburg an der Havel alles um Immobilien und jede Menge Geld. Wie aus den Gerichtsakten hervorgeht, hatten Arafat und Bushido bereits 2010 eine Gesellschaft gegründet und sieben Häuser in Rüdersdorf im brandenburgischen Märkisch-Oderland-Kreis gekauft.

Nach dem Clinch sprach das Landgericht in Frankfurt/Oder die rund 90 Wohnungen im Wert von sieben bis acht Millionen Euro Bushido zu. Doch die Rechnung wurde offenbar ohne Arafat gemacht – das Clan-Mitglied legte Berufung ein. Deshalb mussten die beiden Rivalen am Mittwoch (4. Oktober) erneut vor den Richter treten.

Clans in Berlin: Streit um gemeinsame Wohnanlage

Bei der Verhandlung ging es hauptsächlich um 574.000 Euro, die sich Arafat offenbar 2012 aus der gemeinsamen Gesellschaft in die Tasche gesteckt haben soll. Das Geld diente damals beim Kauf der Wohnanlage zur Sicherheit bei der Bank. 2018 sollen weitere 180.000 Euro aus Live-Auftritten und Merchandise-Verkäufen gefolgt sein.


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Laut Arafat habe es diesbezüglich eine „persönliche Absprache“ mit Bushido gegeben. Dieser soll kurze Zeit später seinen Anteil von Arafat erhalten haben. Doch davon will Bushido nichts wissen. Für den Termin vor Gericht ist der Dubai-Auswanderer übrigens extra nach Deutschland gereist. Doch es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein – ein Urteil ist jedenfalls noch nicht gefallen. Am 25. Oktober entscheidet das Gericht, ob für diesen Fall noch Zeugen angehört werden müssen.