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Löwin in Berlin: Es gibt nur drei Optionen, das Raubtier zu fangen

Berliner Rettungskräfte suchen immer noch verzweifelt nach einer freilaufenden Löwin. Christian Kern gibt drei Optionen zur Bergung bekannt.

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Tierheim Berlin: Die Stadt der zurückgelassenen Tiere

Im äußersten Nordosten Berlins steht das Tierheim Berlin. Mit einer Fläche von 16 Hektar Land ist es das größte Tierheim Europas und wirkt wie eine kleine Stadt für zurückgelassene Tiere.

In Berlin ist nicht nur der Bär los. Seit heute müssen sich die Berliner im Großstadtdschungel zusätzlich vor einer freilaufenden Löwin in Acht nehmen. Da das wilde Tier immer noch auf freiem Fuß ist, wurde ein Einsatzkommando beauftragt. Dieses soll die Großkatze jetzt bergen. Tot oder lebendig!

Christian Kern, Zoologischer Leiter von Zoo und Tierpark Berlin, erklärt gegenüber BERLIN LIVE, welche Optionen die Rettungskräfte haben, um das Raubtier jetzt einzufangen.

Löwin in Berlin:  Was wissen wir über die Raubkatze?

Der Zoologische Leiter erklärt, dass sich die Löwenjagd als sehr schwierig erweist. „Es gibt zu wenige gesicherte Informationen“, sagt er. Es ist immer noch nicht bekannt, woher die Löwin eigentlich stammt. Wie lange sie schon in Berlin unterwegs ist und in welchem Zustand sie sich befindet.

„Wenn das wilde Raubtier das nächste Mal gesichert wird, haben die Rettungskräfte theoretisch nur drei Optionen“, erklärt Berlins Zoo-Leiter.

Was sind die drei Optionen?

„Die erste Option wäre eine große Lebendfalle“. Das ist ein Gitterkäfig, der im Grunde so groß wie die Löwin ist. Dort soll die wilde Katze hineingelockt werden.

Als zweite Option führt der Experte eine Betäubung mithilfe eines Narkosegewehrs an. Diese Vorgehensweise ist auch als Distanzimmobilisation bekannt.

Die Letzte Option, die man aber um jeden Preis vermeiden möchte, ist der Abschuss der Löwin mit scharfer Munition.


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Der Zoologische Leiter versichert, dass er und seine Kollegen den zuständigen Behörden mit ihrer Expertise jederzeit zur Verfügung stehen: „In unserer Abteilung für Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung arbeiten fünf Veterinärmediziner*innen, die die Amtsveterinäre vor Ort bei Anfrage ebenfalls unterstützen könnten.“ Auch bietet er den Behörden an, dass eine mögliche vorübergehende Unterbringung des wilden Tieres in seinem Zoo und Tierpark denkbar ist. „Sofern dies von den Behörden gewünscht wird.“