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Post in Berlin äußert sich zu Vorwürfen – „Entspricht nicht unserem Qualitätsanspruch“

Das Unternehmen DHL steht für eine fragwürdige Praxis in der Kritik, die in der Hauptstadt Berlin schon mehrfach aufgefallen ist.

Berlin
© IMAGO/Manfred Segerer

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Die Anzahl der verschickten Pakete in Deutschland beläuft sich jährlich auf über vier Milliarden Exemplare. Auch in Berlin haben die Kuriere mit den Sendungen alle Hände voll zu tun.

Doch es hagelt Kritik an der Arbeit der Hauptstadt-Zusteller. Viele Empfänger bemängeln, dass die Boten zu sorglos agieren. Was steckt dahinter?

Berlin: Das ist der Stein des Anstoßes

Das Unternehmen DHL ist ein deutscher Paketdienst, der auch in der Hauptstadt Berlin zahlreiche Sendungen zustellt. Befindet sich der Empfänger nicht zu Hause, sind die Mitarbeiter dazu verpflichtet, eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten zu hinterlassen. Allerdings beginnen hier die Probleme.


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Denn viele Kuriere machen sich nicht die Mühe, das Schreiben ordnungsgemäß im Briefkasten zu verstauen, sondern sparen sich wertvolle Zeit, indem sie die Zettel einfach an Hausflure oder Türen heften. Das Problem dabei? Jeder kann die Karte entwenden, bevor der eigentliche Adressat es überhaupt bemerkt.

Zwar können die entwendeten Formulare nicht dazu genutzt werden, das fremde Paket in einer Filiale abzuholen; hierfür ist ein Ausweisdokument oder eine App-Registrierung vonnöten. Jedoch landen die Sendungen nicht selten bei Nachbarn. In diesem Fall gäbe es in einer Großstadt wie Berlin meistens keine Probleme, die Zustellung unter falschen Namen abzuholen.

DAS sagt DHL zum Sachverhalt

„Die beschriebene Praxis entspricht nicht unserem Qualitätsanspruch und den vorgeschriebenen Regeln in der Zustellung“, erklärt DHL-Sprecher Johannes Nedo gegenüber der „BZ“.

Er macht nochmals deutlich, dass die Mitarbeiter die Benachrichtigungen in den Briefkasten werfen müssen, so „dass niemand anderes als die jeweiligen Empfänger sie nutzen können“. Um das in Zukunft zuverlässig zu gewährleisten, seien Nachschulungen geplant.


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Die Angelegenheit mit den Benachrichtigungskarten stellt ein brisantes Thema dar. Es bleibt zu hoffen, dass das Problem in Berlin minimiert werden kann.