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Feuerwehr Berlin: Riesen-Schaden durch Technik-Klau – Diebstahl-Versuche an der Ampel

Vor Einbrüchen und Diebstahl ist auch die Berliner Feuerwehr nicht sicher. Der Schaden, der durch den Technik-Klau verursacht wurde, ist riesig.

© IMAGO/A. Friedrichs

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Einbrüche und Diebstahl sind in Berlin trauriger Alltag. Über 200.000 Fälle wurden im Jahr 2022 erfasst. Auch die Feuerwehr bleibt von den kriminellen Aktivitäten nicht verschont.

Am Montag, 11. Dezember, machte Innenstaatssekretär Christian Hochgrebe (SPD) eine erschreckende Summe öffentlich. Ein Schaden von 190.000 Euro ist bei der Berliner Feuerwehr durch Einbrüche in die Wachen und den Diebstahl von Technik im Jahr 2023 entstanden. Wahrscheinlich kommen noch weitere Ausgaben hinzu, da Ersatz für die gestohlene Technik beschafft werden muss.

So dreist sind Berlins Diebe: Diebstahl-Versuche sogar an Ampeln

Besonders beliebt bei Banden aus der Organisierten Kriminalität sind Spreizgeräte. Um an die Geräte, die teilweise mehrere Tausend Euro kosten, zu gelangen, machen die Kriminellen vor nichts Halt. Sogar fahrende Feuerwehrautos geraten an Ampelstopps ins Visier der Täter.

Einmal in den Händen der Verbrecher aus dem Clan-Milieu werden die Spreizer oft bei spektakulären Einbrüchen und Überfällen genutzt. So machten es auch die Diebe des Sachsen-Geschmeides. Mitglieder des berüchtigten Remmo-Clans aus Berlin, und öffneten die Fenstergitter des Grünen Gewölbes in Dresden im Herbst 2019 mit einem Spreizgerät.

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Auch in Berlin wurden mehrere Raubüberfälle, die den Clans zugerechnet werden, mit Hilfe von Spreizgeräten möglich. So in etwa bei einem Überfall auf einen Geldtransporter am Alexanderplatz im Jahr 2018. Außerdem kommen die Geräte beim Knacken von Geldautomaten und Bankschließfächern zum Einsatz.

Berliner Feuerwehr fordert: mehr Sicherheit für Wachen

Um sich vor den Einbrüchen zu schützen, gibt es nur eine Lösung: Die Feuerwachen müssen sicherer werden. Bereits im Sommer hatte Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) mehr Sicherheitsmaßnahmen gefordert. Passiert ist seit dem nichts. Maßnahmen wie Einbruchmeldeanlagen sind laut DFeuG-Landeschef Lars Wieg dringend notwendig.


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Erst im November brachen Kriminelle in einer Feuerwache in Kreuzberg (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg) ein. Gestohlen wurde ein Hydraulik-Spreizer. Zu ähnlichen Fällen kam es schon im Sommer in Gatow (Berlin-Spandau) und in der Wache in Zehlendorf (Steglitz-Zehlendorf). Den Tätern kamen einfach durchs Tor der Feuerwehrwache und stahlen die Geräte, während die Feuerwehrleute schliefen.