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Tesla: Schock-Bericht über Arbeitsunfälle – „Nicht normal“

Über Tesla und Elon Musk wird viel geredet. Nun sorgt ein Bericht für neues Aufsehen rund um den Tesla-Produktionsstandort bei Berlin.

© picture alliance/dpa

The Boring Company: Elon Musks Plan gegen Verkehrsstau

Tesla-Chef Elon Musk setzt sich gegen Umweltverschmutzung ein.Doch nicht nur seine Elektroautos sollen für saubere Luft in den Städten sorgen. Mit “The Boring-Company” will er Verkehrsstaus den Garaus machen.

Seit Elon Musk verkündete, auch in Europa einen Produktionsstandort für Elektroautos seiner Marke Tesla bauen zu wollen, sorgt das Projekt für Diskussionen. Die Sorge um das Trinkwasser in der Gegend, rund um das Fabrikgelände ist nur einer der Gründe, warum einige Anwohner in Grünheide (Brandenburg) der Marke Tesla nicht wohlgesinnt sind. Viele leiden unter den Auswirkungen des Tesla-Werkes südöstlich von Berlin.

Eine 2020 gegründete Bürgerinitiative stellt sich vehement gegen die Pläne eines Ausbaus des Fabrikgeländes. Die negative Einstellung mancher gegenüber Tesla dürfte von einem kürzlich erschienenen Bericht nur noch geschürt werden.

Tesla: Erschreckend viele Arbeitsunfälle

Im Produktionswerk Teslas in Deutschland ereignen sich auffallend viele Arbeitsunfälle, wie der „Stern“ unter Berufung auf bisher unbekannte Dokumente von Behörden und Rettungsdiensten berichtet.

Dabei sollen Verletzungen durch Verbrennungen, Salzsäure oder amputierte Gliedmaßen keine Seltenheit im Tesla-Werk in Grünheide sein. Aus einer Aktennotiz des Landesamts für Arbeitsschutz geht laut „Stern“ hervor, dass es auf dem Firmengelände über längere Zeit hinweg zu fast täglichen Unfällen gekommen sein soll. Allein zwischen den Monaten Juni und November 2022 gab Tesla selbst demnach mindestens 190 meldepflichtige Unfälle an.

Hunderte Rettungseinsätze im Werk

Des Weiteren geht aus den Unterlagen der Rettungsstellen zudem hervor, dass die Tesla-Fabrik im ersten Jahr nach der Eröffnung im März 2022 ganze 247 Mal einen Rettungswagen oder Hubschrauber zum Werk gerufen haben soll.

Eine Zentner-schwere Holzkiste, die aus mehreren Metern auf den Kopf eines Mitarbeiters gefallen ist oder ein Mitarbeiter, der mit seinem Fuß in einen Dosierofen mit glühend heißem Aluminium einbrach. Die Rede ist hier von schweren bis schwersten Verletzungen am Arbeitsplatz.


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Dirk Schulze, Bezirksleiter der IG Metall für Berlin, Brandenburg und Sachsen, sagte gegenüber dem „Stern“: „Diese Häufigkeit an Arbeitsunfällen ist nicht normal. Ich habe die größte Sorge, dass irgendwann jemand zu Tode kommt.“ Tesla selbst äußerte sich dem Bericht zufolge nicht dazu.