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Tesla: Trotz mehrerer Umwelt-Havarien – Landkreis gibt Entwarnung bezüglich Grundwasser

Vor wenigen Tagen berichtete der „Stern“ von mehreren Umwelt-Havarien bei Tesla in Grünheide. Nun äußerte sich der Landkreis zum Wasserthema.

© IMAGO/Bernd Friedel

The Boring Company: Elon Musks Plan gegen Verkehrsstau

Tesla-Chef Elon Musk setzt sich gegen Umweltverschmutzung ein.Doch nicht nur seine Elektroautos sollen für saubere Luft in den Städten sorgen. Mit “The Boring-Company” will er Verkehrsstaus den Garaus machen.

Die Flut an Nachrichten bezüglich des Tesla Werks in Grünheide (Brandenburg) mag einfach nicht abreisen. Vor wenigen Tagen sorgten neue Berichte zu zahlreichen Arbeitsunfällen und Umwelt-Havarien für viel Aufsehen. Als erstes berichtete der „Stern“ von den 26 Umwelt-Havarien bei dem Elektroauto-Hersteller seit Eröffnung des Werks im März 2022.

Anwohner und Umweltschützer zeigen sich schon länger besorgt, was die Thematik rund um Umwelt und Wasser betrifft. Insbesondere das Grundwasser sehen sie gefährdet. Sie werfen Tesla nicht nur einen hohen Wasserverbrauch vor, sondern befürchten auch eine Verschmutzung des Grundwassers. Nachdem die Umwelt-Havarien publik wurden, äußerte sich nun der Landkreis Oder-Spree. Und gibt Entwarnung bezüglich der Grundwasser Sorgen.

Tesla: Zu diesen Vorfällen soll es gekommen sein

Die Tesla Gigafactory in Grünheide ist das einzige Werk von Elon Musks Unternehmen in Europa. Der Chef plant großes und möchte dort schon bald eine Million E-Autos jährlich herstellen. Rund 11.000 Mitarbeiter arbeiten bisher in der Fabrik. Mit Ausweitung der Produktion würden weitere Arbeitsplätze entstehen. Doch das scheinen die einzig guten Nachrichten zu sein.

Denn regelmäßig steht Tesla heftig in der Kritik. Erst kürzlich wegen mehreren Umwelt-Vorfällen. Aus Informationen des Brandenburger Landesamts für Umwelt geht hervor, dass Tesla seit Werkseröffnung 26 Umwelt-Havarien meldete. Es sollen Stoffe wie Lack, Aluminium und Diesel ausgelaufen sein. Außerdem gab es auch Brände. Wie der „Stern“ berichtet, sollen unter anderem im Mai 2023 350 Liter Diesel in einer Tankstelle ausgelaufen sein. Bereits im September 2020 sollen nach einem Brand womöglich 300 Liter Löschwasser im Boden versickert sein.

Landkreis äußert sich zu Umwelt-Havarien bei Tesla

Ernstzunehmende Vorfälle. Wie schätzt der Landkreis die Lage ein, vor allem in Bezug auf das Grundwasser? Ein Teil des Fabrikgeländes liegt nämlich in einem Wasserschutzgebiet. Gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ erklärte die Pressestelle: „Bei keinem der bekannten Vorkommnisse ist es zu einer Verschmutzung des Grundwassers gekommen.“ Allerdings habe in einem Fall Boden ausgetauscht werden müssen, nachdem Löschwasser versickert war. Dadurch sollte eine Verschmutzung verhindert werden. „In allen anderen Fällen haben technische und organisatorische Schutzmaßnahmen eine Kontamination des Grundwassers verhindert“, hieß es außerdem.

Und was sagt der Elektroauto-Hersteller selbst zu alledem? Tatsächlich räumte das Unternehmen ein, dass es auf dem Werksgelände während der Bauarbeiten und seit der Inbetriebnahme mehrere Vorfälle gegeben habe. Allerdings sei es bei keinem Vorfall zu Umweltschäden gekommen.


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Der Landkreis und Tesla selbst sehen also keine Gefährdung des Grundwassers durch die Umwelt-Havarien. Umweltschützer und Anwohner dürften nach den Berichten allerdings besonders hellhörig geworden sein und in Zukunft die Geschehnisse auf dem Tesla-Gelände ganz genau unter die Lupe nehmen.