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BVG: Hoher Krankenstand – HIER drohen jetzt Fahrtausfälle

Berliner, die die öffentlichen Verkehrsmittel der BVG nutzen, müssen sich auf Ausfälle und Verzögerungen im Verkehrsbetrieb einstellen.

Bus in Berlin
© IMAGO/Emmanuele Contini

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Täglich sind tausende Menschen in Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Berliner Verkehrsbetriebe unterwegs. Ob auf dem Weg in die Arbeit, zur Schule, zur Uni oder um Freunde zu treffen und Spaß zu haben. Die meisten von ihnen haben in der Stadt kein alternatives Fortbewegungsmittel und sind somit von einem möglichst pünktlichen Verkehrsbetrieb der Busse und Bahnen abhängig.

Besonders bei den Linienbussen der BVG ist die Bedeutung einer planmäßigen Abfahrt für sehr viele Menschen in der Stadt wichtig. Hauptsächlich aber dürfte das auf all diejenigen zutreffen, die nicht in einem der zentralen Stadtbezirke Berlins leben und oft mit dem womöglich einzigen Linienbus zunächst einmal zum nächstgelegenen Bahnhof fahren müssen. Doch genau hier herrscht derzeit Mangel bei der BVG.

BVG: Immer mehr Busfahrer werden krank

Im Juli hatte es das Columbiabad in Neukölln getroffen: Aufgrund eines enormen Krankenstandes unter den Mitarbeitern musste das Bad mitten in der Hochsaison für ein paar Tage schließen. Nun führen Stress, Frust und mangelnde Wertschätzung für den ausgeübten Beruf auch bei der BVG zu einem deutlich erhöhten Krankenstand.

Dienst zu allen Tages- und Nachtzeiten, immer mehr Staus und Baustellen auf den Straßen Berlins und immer wiederkehrende Pöbeleien, Streits und Gewalttaten in den öffentlichen Verkehrsmitteln bringen die Busfahrer dieser Stadt an ihre Belastungsgrenzen. Die Folge: Die Mitarbeiter werden krank und fallen für den geplanten Verkehrsbetrieb aus.

Suche nach Personal gestaltet sich schwierig

Die BVG sucht zwar ständig nach neuem Personal, doch immer weniger Menschen wollen in diesem stressigen Beruf überhaupt erst arbeiten. Das bedeutet, dass die Zahl der Busfahrer bei der BVG gesunken ist und es zu Einschränkungen im Verkehrsbetrieb kommt. Menschen, die den Bus in Berlin nutzen wollen, dürften sich also nicht nur über Verspätungen, sondern auch über Ausfälle einiger Linienbusse in der Stadt ärgern.

So ist der Krankenstand bei den angestellten Busfahren, der zuletzt noch gesunken war, in diesem Jahr hingegen wieder deutlich gestiegen. „Bezifferte die BVG ihn für den Januar noch mit 13,4 Prozent, so waren es im Juni und Juli 14,8 Prozent. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg hervor“, schreibt die „Berliner Zeitung“.


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Mit der anstehenden Grippezeit im Herbst und Winter und der erneut steigenden Corona-Zahlen in Deutschland bleibt abzuwarten, ob sich die Situation bei der BVG nicht noch verschlimmern dürfte. Weil man einen Krankenstand aber für gewöhnlich nicht planen oder vorhersagen kann, bleibt auch hier nur die Geduld zu bewahren.

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