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U-Bahn Berlin: Wegen Sicherheitsrisiken in Bahnhöfen – BVG geht jetzt ganz neue Wege

Die U-Bahn in Berlin soll sicherer werden, dafür stattet die BVG ihre Sicherheitsleute jetzt mit einem neuen Instrument aus.

U-Bahn Berlin
© IMAGO/Sabine Gudath

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Die U-Bahn in Berlin bringt jeden Tag zahlreiche Menschen von A nach B. Aber genau dieser Umstand birgt auch ein hohes Konfliktrisiko, das sich immer häufiger in Form von Auseinandersetzungen entlädt. Auch andere Straftaten werden hier regelmäßig begangen.

Überwachungskameras und Sicherheitspersonal sollen eigentlich dafür sorgen, dass sich solche Vorfälle in Grenzen halten, doch das gelingt nicht immer. Daher wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) jetzt neue Wege gehen.

U-Bahn Berlin: Damit wird das Sicherheitspersonal ausgestattet

Von Montag (11. März) an, werden die Sicherheitsmitarbeiter, die in der U-Bahn in Berlin unterwegs sind, mit Bodycams ausgestattet. Das teilte die BVG am Mittwoch (6. März) mit. Zunächst kommen 18 Cams „an Schwerpunktbahnhöfen der U-Bahnlinien U7 und U8“ zum Einsatz. Später sollen sie dann wohl vom Sicherheitspersonal im gesamten U-Bahnnetz genutzt werden.

Das Pilotprojekt ist für zwölf Monate angesetzt und soll dabei helfen, Konfliktsituationen vorzubeugen, zu entschärfen sowie bei der Aufklärung von Vorfällen zu unterstützen. Ziel ist laut BVG, die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeiter noch weiter zu verbessern.

So lange werden die Aufnahmen der Bodycams maximal gespeichert

Zwar sei die Anzahl der Übergriffe auf BVG-Beschäftigte und Sicherheitsmitarbeiter 2023 wieder gesunken, trotzdem ist natürlich jeder jeder Angriff einer zu viel. Technik, wie Bodycams, sollen dazu beitragen, dass die Anzahl der Übergriffe weiter zurückgeht.

Von kommender Woche an, soll in jedem „geschultem Team“ mindestens eine Person eine Bodycam erhalten. Diese wird für Fahrgäste durch eine Armbinde mit dem Aufdruck Video-Bodycams zu erkennen sein. „Die Kameras sind nicht kontinuierlich aktiviert, sondern werden erst nach einem hörbaren Hinweis und nur in notwendigen Situationen eingeschaltet“, erklärte die BVG.


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Die Aufnahmen der Bodycams in der Berliner U-Bahn werden maximal 48 Stunden gespeichert. Ein Einsatzkonzept sei mit der Berliner Datenschutzbehörde frühzeitig abgestimmt worden.