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Winter in Berlin: Soll man Vögel füttern oder lieber doch nicht?

Der Winter in Berlin ist bekannt für seine frostreichen Ausmaße, die auch für Vögel hart werden können. Wie hilft man ihnen am besten?

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Das ist die Berliner Kältehilfe

Gerade im Winter sind Obdachlose durch die eisige Kälte besonders gefährdet. Die Berliner Kältehilfe ist für Betroffene da, um sie vor Schlimmerem zu bewahren.

Der Winter in Berlin zeigt sich mitunter kalt, eisig und windig. Für uns Menschen sind das nicht die besten Bedingungen, um stundenlang durch die Hauptstadt zu flanieren. Doch im Zweifelsfall haben die meisten Personen, zum Glück, ein warmes Zuhause, in das sie sich jederzeit zurückziehen können.

Bei Vögeln sieht das anders aus. Die kleinen gefiederten Freunde harren den ganzen Winter mutig in der Kälte, ständig auf der Suche nach ausreichend Nahrung. Man kann sie wirklich bemitleiden, aber sollte man sie auch füttern? Hier gibt es die Antwort.

Winter in Berlin: Vögeln mit Futter helfen?

Die Frage ist zunächst erstmal klar zu beantworten: Ja, man darf Vögeln Futter bereitstellen, um ihnen so durch den langen Winter in Berlin zu helfen. Doch aufgepasst: Nicht alle Piepmatze essen die gleiche Nahrung. Rotkehlchen und Amseln gehören beispielsweise zu den Weichfutterfressern. Das bedeutet, dass sie Äpfel, Haferflocken oder Rosinen bevorzugen.


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Vogelarten wie Kleiber, Specht und Meisen wiederum mögen auch Körner und Nüsse. Gerade ungesalzene Erdnüsse sind für Blaumeisen eine wahre Delikatesse. Wer nicht genau weiß, welche Vögel in der Nachbarschaft leben, der sollte auf Sonnenblumenkerne zurückgreifen. Diese sind mit einer weichen Schale ausgestattet und sozusagen als Universalfutter zu gebrauchen. Wichtig ist es, bei gekauftem Vogelfutter das Netz zu entfernen – sonst können sich die gefiederten Freunde darin verheddern.

Nicht nur Nahrung spielt eine wichtige Rolle

Neben einer adäquaten Nahrung ist es hilfreich, den Tieren nach Möglichkeit ein Vogelhaus zur Verfügung zu stellen. Wie der Berliner Kurier berichtet, hilft man ihnen mit solchen Bauten ebenfalls, besser durch den kalten Winter zu kommen und darüber hinaus eine angenehmere Brutzeit zu haben. Schließlich ist es nicht nur in den Wintermonaten sinnvoll, den Vögeln mit Futter unter die Arme zu greifen. Auch zu anderen Jahreszeiten macht es Sinn.

„Ich empfehle eine ganzjährige Fütterung – zumindest sollte man im September beginnen und ein halbes Jahr durchfüttern. Füttert man bis in den Sommer weiter, unterstützt man die Elternvögel bei der Jungenaufzucht mit energiereicher Nahrung“, erklärte Vogel-Experte Peter Berthold im Interview mit „Mein schöner Garten“.


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Nun sollte also klar sein, wie den kleinen Vögeln geholfen werden kann. Wer einen Beitrag zum Tierschutz leisten möchte, hat hiermit die Anleitung.