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Berlin: Nächste Kult-Bar vor dem Aus – „Lieber schließen, bevor es wehtut“

Das Kneipensterben in Berlin fordert ein weiteres Opfer. BERLIN LIVE hat mit einem Sprecher der Bar gesprochen.

Berlin
© imago/Seeliger

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Berlin ist bekannt für sein einzigartiges Nachtleben. Hier kann man nicht nur nächtelang im Club tanzen, sondern auch eine Kneipentour in den angesagtesten Kiezen der Stadt machen. Die Möglichkeiten dafür sind wirklich grenzenlos.

Zumindest war das lange Zeit so! Aber seit Monaten tauchen immer neue beunruhigende Meldungen im Internet auf, dass beliebte Kneipen schließen müssen. Jetzt machte im Internet ein Video die Runde, wonach eine weitere Kult-Bar schließen soll. BERLIN LIVE hat nachgehakt, ob die traurige Nachricht tatsächlich stimmt.

Berlin: DIESE Bar muss jetzt schließen

Prenzlauer Berg ist einer der angesagtesten Ortsteile in Berlin. Einer der Gründe dafür ist die prächtige Bar-Szene, die jedes Wochenende erneut zu einer Kneipentour einlädt. Doch leider wird die Szene immer öfter von schlechten Nachrichten erschüttert. Eine Bar schließt nach der anderen. So soll auch die „Druide Absinth und Cocktailbar“ an der Schönhauser Allee vor dem Aus stehen. BERLIN LIVE hat nachgehakt.


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„Ja, die Druide Bar wird zum 1. Juni 2025 schließen“, erzählt ein Sprecher des Lokals. Gründe dafür soll es viele geben. „Es ist zur Zeit nicht möglich, mit den jetzigen allgemeinen Voraussetzungen weiter wirtschaftlich eine Bar zu betreiben.“ Die Personalkosten seien zu hoch gestiegen, während gleichzeitig die Umsätze zurückgegangen seien. Deswegen könne man unter der Woche gar nicht mehr öffnen.

DAS sind die Gründe

Zudem sei gutes Personal, das den Anforderungen eines Gastronomiebetriebes erfüllen könnte, schwer zu finden, erklärt der Sprecher des Druide Bar. „So ist dann zu hören, dass Arbeiten am Wochenende nicht möglich sei, zwei Euro über Mindestlohn auf keinen Fall … und wer sich das dann doch vorstellen kann, der ist dann leider zu Handy-verliebt und unnütz als Aushilfe“, so der Bar-Sprecher.

Dazu kämen extrem gestiegene Kosten, Vandalismus-Schäden, zu wenig Kunden im Sommer und Berliner Kunden, die selbst nur noch am Wochenende weggehen könnten, da das Geld nicht mehr locker sitzen würde.


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„Diese Gründe führen dann dazu, dass man eine Bar mit nur zwei Personen nicht mehr betreiben, organisieren und führen kann, wie man es will und man so lieber schließt, bevor es wehtut“, so der Sprecher der Druide Bar.