Veröffentlicht inErlebnisse

Berlin: Nach Cannabis-Legalisierung – „Sorge vor Kiffer-Klientel“?

Am Freitag (23. Februar) beschloss der Bundestag in Berlin die Legalisierung von Cannabis. Manche Menschen sorgen sich jetzt.

Bundestag
© imago images/Westend61

Scholz hat noch nie einen Joint geraucht

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat nach eigenen Angaben noch nie Cannabis konsumiert. Auf die Frage, ob er selbst schon einmal einen Joint geraucht habe, sagte Scholz in einem Interview : "Nein, nie."

Hunderttausenden fieberten auf den heutigen Freitag (23. Februar) hin. Denn seit Monaten beherrscht die öffentliche Debatte eine Frage: „Wann Bubatz legal?“ Und nun ist soweit! Im Bundestag stimmten 407 Abgeordnete für die Teil-Legalisierung von Cannabis – und damit eine deutliche Mehrheit gegenüber 226 Nein-Stimmen.

In den Cannabis Clubs der Hauptstadt herrscht nun Aufbruchsstimmung. Denn sie können endlich mit ihrer Arbeit loslegen.

Berlin: Cannabis Club ist euphorisch

Christian Schmidt, Vorstandsvoristzender des Green Social Club, erklärt gegenüber BERLIN LIVE: „Wir sind mega happy! Das Abstimmungsergebnis war sehr schön im Gegensatz zu dem, was vorher publiziert wurde.“ Gemeint ist damit die wackelige Stimmung innerhalb der Ampel, doch „das hat sich anscheinend komplett gelegt“, stellt Schmidt begeistert fest.

++ Berlin: Unterstützen diese Restaurants Tierquälerei? Anzeige offenbart Grausames ++

Da jedes Bundesland seine eigenen Vorgaben haben wird, will der Green Social Club so schnell wie möglich mit den verantwortlichen Stellen in Brandenburg ins Gespräch kommen, denn dort plant der Cannabis Club seine Anbauflächen. „Wir wollen eine gute Kooperation mit den Ämtern. Sie stehen da ja genauso wie wir vor einem Neuland“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Plätze im Verein sehr begehrt

Gespräche mit Vermietern von Laden- und Anbauflächen habe es bereits gegeben und man habe auch schon einen „Lieblingsvermieter“ gefunden. Doch das war gar nicht so einfach, denn viele Vermieter äußerten Bedenken. „Sie hatten Sorge, dass das typische Kiffer-Klientel vor der Tür steht“, so Schmidt. „Da mussten wir sie erstmal überzeugen, dass das ganz andere Personen sind, als man landläufig so vermutet.“ Darunter seien in seinem Club zum Beispiel Anwälte, aber auch Rentner.


Mehr Nachrichten aus Berlin:


Nachdem die Bundestags-Abstimmung in den letzten Tagen bereits heiß diskutiert wurde, konnte der Verein, der gesetzlich nicht mehr als 500 Mitglieder haben darf, bereits im Vorfeld einen kräftigen Mitgliederzuwachs verzeichnen. „Aber es ist noch ein bisschen Platz“, sagt Schmidt lachend.

Wer sich also für eine Mitgliedschaft interessiert, sollte jetzt schnell sein!