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Berlin sucht eine Löwin: Nur ein Wildschwein? Polizei beendet ihren Sucheinsatz

Große Aufruhr in der Nähe von Berlin: Wie Clips im Netz zeigen, wurde hier wohl eine freilaufende Raubkatze gesichtet…

© Imago/Scherf, dpa/Annette Riedl

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Berlin ist in Habachtstellung! In der Nacht zu Donnerstag (20. Juli) spielten sich in den Brandenburger Gemeinden Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf an der Grenze zu Berlin wilde Szenen ab: Im Netz kursieren Videos, auf denen eine vermeintlich gefährliche Raubkatze zu sehen ist.

Die Polizei nahm die Meldungen ernst und rückte am frühen Morgen mit einem großen Aufgebot an Beamten aus. Auf Nachfrage von BERLIN LIVE konnte bestätigt werden, dass es sich offenbar tatsächlich um eine freilaufende Löwin handelt. Alle aktuellen Entwicklungen zur Suche nach der Raubkatze im News-Blog.

Berlin sucht nach der Raubkatze: Alle Geschehnisse im News-Blog


Das Wichtigste in Kürze:

  • In der Nacht wurde im Süden Berlins eine Raubkatze gesichtet. Bei ihr soll es sich um eine Löwin halten.
  • Mehrere Behörden suchen nach dem Tier. Auch zwei Hubschrauber mit Wärmebildkamera kamen zum Einsatz. Mehrere Jäger aus der Region sind mit Betäubungsgewehren unterwegs.
  • Die Menschen im Süden Berlins sind dazu aufgerufen, das Haus nicht zu verlassen und auch ihre Haustiere ins Haus zu holen. Wie du dich verhalten solltest, wenn du doch auf die Löwin triffst, hat ein Wildtier-Experte gegenüber BERLIN LIVE erklärt.

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Freitag, 21. Juli

15.31 Uhr: Der Chef der Deutschen Polizeigewekschaft (DPolG) kritisierte den Einsatz gegenüber der „Bild“ als „teuerste Safari“, die es je in den deutschen Wäldern gegeben hatte. Die Kosten von rund 100.000 Euro wären anderswo besser aufgehoben gewesen. Dennoch gab es auch Stimmen, die den Einsatz verteidigten. Schließlich lautete der erste Eindruck: Hier herrscht Gefahr für Leib und Leben.

13.45 Uhr: Medien wie „ZEIT“ und „Spiegel“ berichten von der Einstellung der Suchaktion nach der freilaufenden Löwin in Brandenburg und Berlin. Offenbar soll es sich doch nur um ein Wildschwein gehandelt haben.

12.55 Uhr: Wie „T-online“ berichtet, hat ein Sprecher der Polizei Brandenburg bestätigt, dass sich die Sichtung der Löwin am Panzerdenkmal in Kleinmachnow nicht bestätigt hat. Die Suche geht also weiter…

11.30 Uhr: Wie eine RTL-Reporterin berichtet, soll die angebliche Löwin am Panzerdenkmal Kleinmachnow gesichtet worden sein. Die Polizei soll dorthin bestellt worden sein.

11.20 Uhr: Die Berliner Polizei geht aktuell verschiedenen Hinweisen nach und konzentriert sich dabei auf den Süden Berlins.

10.50 Uhr: Die Polizei hat einen privaten Tierhalter überprüft, wie die „Bild“ berichtet. Laut Daniel Keip, Sprecher der Polizeidirektion West, sei das Tier, das diese Person halte, aber noch da.

09.50 Uhr: Die Grünen-Politikerin Tomiak äußert sich zu der Suche nach der Löwin in Berlin. Auf ihrem Twitter-Account stellt sie eine irre These auf. Welche das ist, liest du hier.

07.05 Uhr: Die Suche soll am Freitag intensiviert werden. Professionelle Tierspurensucher werden den Wald durchforsten, wie der Bürgermeister von Kleinmachnow, Michael Grubert (SPD), im RBB ankündigte. Unter anderem in seiner Gemeinde soll das Tier – mutmaßlich eine Löwin – gesichtet worden sein. „Es kann nicht tagelang so weiter gehen“, sagte Grubert mit Blick auf den Großeinsatz der Polizei.

06.15 Uhr: Wie die „Bild“ berichtet, soll die Suche nach der Löwin um 7 Uhr im Hunde-Auslaufgebiet Wannsee-Düppel fortgesetzt werden.

Donnerstag, 20. Juli

23.34 Uhr: Die Polizei hat die Suche nach der Löwin im Waldgebiet eingestellt. Beamte verbleiben aber in der Nähe, um die Gegend abzusichern.

22.57 Uhr: Die Berliner Polizei meldet, dass Anwohner aus dem Bereich Zehlendorf Löwengebrüll gemeldet hätten. Man sei mit einem Veterinärmediziner und einem Stadtjäger zur Überprüfung geeilt. Doch nach der Untersuchung mit einer Drohne habe man den Hinweis nicht bestätigen können.

22.42 Uhr: In Nikolassee geht die Suche nach dem Löwen übrigens weiter. Derweil postete die Polizei auf Twitter noch einmal die Warnhinweise. Diese sei noch immer aktuell.

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22.11 Uhr: Derweil bekommt die Polizei unerwartete Konkurrenz bei der Suche nach der Löwin. Firas R., ein Sohn von Clan-Boss Issa Remmo, hat auf Instagram erklärt, er wolle die Löwin zurück in ihr Gehege führen.

21.55 Uhr: Die „heiße Phase“ der Löwen-Jagd ist offenbar erkaltet. Immer mehr Polizisten rücken aus Kleinmachnow ab. Auch in Zehlendorf haben die Ordnungskräfte die Suche nach dem Raubtier abgebrochen.

20.45 Uhr: Je länger die Suche nach dem Löwen im Berliner Süden anhält, umso neugieriger scheinen die Anwohner zu werden. Immer wieder trauen sich Neugierige aus ihren Häusern. Sie bekommen von Polizisten den freundlichen Hinweis: Im Haus ist es sicherer.

19.53 Uhr: Die Löwin wurde in Kleinmachnow gesehen. Wie die „Bild“ berichtet, befindet sich die Jagd nach dem Raubtier nun in der „heißen Phase“. Jogger wurden demnach von Beamten angeschrien, dass sie den Wald verlassen müssten.

Löwin Berlin Kleinmachnow
Eine Löwin ist in Berlin unterwegs: Polizisten und Spezialisten versuchen das Tier einzufangen. Credit: dpa(Annette Riedl

19.22 Uhr: Noch immer streunt eine Löwin durch den Süden Berlins. Laut dem Zoologischen Leiter des Berliner Zoos gibt es genau drei Möglichkeiten, wie der Streifzug der Löwin durch Berlin beendet werden könnte. Eine davon ist der Abschuss.

17.33 Uhr: Laut der Polizei Berlin soll das Tier im Bereich des Zehlendorfer Waldfriedhofs gesehen worden sein. Die Gegend wurde abgesucht, das Tier nicht gefunden. Die Suche nach der vermeintlichen Löwin geht weiter.

17.11 Uhr: Seit die Nachricht des freilaufenden Löwen die Runde machte, fragen sich viele Menschen, wie sie sich im Falle eines Aufeinandertreffens verhalten sollen. Der zoologische Leiter des Berliner Zoos erklärte gegenüber BERLIN LIVE nun die wichtigsten Regeln.

16.22 Uhr: Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass in Deutschland exotische Wildtiere vielfach legal von Privatleuten gehalten werden dürften. „Deutschland ist der Hauptumschlagplatz für exotische Wildtiere in der Europäischen Union“, sagte eine Sprecherin des Tierschutzbunds am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

15.39 Uhr: Laut der Berliner Polizei könnte sich die Löwin offenbar im Berliner Bezirk Zehlendorf befinden. Veterinäre stehen bereit.

14.40 Uhr: Die Brandenburger Polizei verzeichnete bis zum Nachmittag zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung. Mehrere Menschen wollen die vermeintliche Löwin gesehen haben. Allen Hinweisen werde nachgegangen, heißt es.

13.55 Uhr: Die Berliner Polizei meldete über Twitter, die Löwin gesichtet zu haben. Das Veterinäramt sei alarmiert worden.

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11.25 Uhr: Gegenüber RBB24 befürchtet die ehemalige Löwen-Dompteurin Marcella Coldam glaubt hingegen, dass das Tier verängstigt sei. Wenn die Löwin „tatsächlich schon ein Wildschwein gerissen hat, ist sie schon Tage unterwegs, dann ist sie nicht erst heute Morgen abgehauen oder hat beim Besitzer tagelang nicht zu fressen bekommen“.

10.02 Uhr: In Kleinmachnoch bei Berlin befolgen laut Reportern vor Ort die meisten Menschen die Sicherheitshinweise. Es sind auffallend wenige Menschen unterwegs. Eine Ausgangssperre gibt es aber nicht.



9.25 Uhr: Die Brandenburger Polizei ist auf der Suche nach der Löwin. „Wir sind mit massiven Kräften vor Ort zum Schutz der Bevölkerung“, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West. Die Suche nach dem Raubtier sei eine große Herausforderung.

7.11 Uhr: Ein Video aus der Nacht zeigt die gesuchte Raublatze. Mehrere Experten suchen nach dem Tier.

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Freilaufende Löwin in Berlin:

Woher das Tier stammt und wer der Besitzer der mutmaßlichen Raubkatze ist, sei noch völlig unklar. Anfangs wurde vermutet, das Tier könnte aus einem Zirkus ausgebrochen sein. Auf Nachfrage von BERLIN LIVE konnte die Polizei Brandenburg allerdings bestätigen, dass keine derartige Einrichtung wie ein Zoo, Tierpark oder Zirkus eine Löwin vermisst. Wer Hinweise zur Herkunft hat oder weiß, wo sich das Tier aktuell aufhält, soll sich bitte umgehend über die Notrufnummer 110 bei der Polizei melden.